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No More Heroes

Heute habe ich endlich No More Heroes für durchgespielt. Die japanische Version, die nicht ganz so brutal ist wie die amerikanische: statt in Blutfontänen zu explodieren, verbrennen getötete Gegner zu Asche. Trotzdem hat es in Japan die zweithöchste Altersfreigabe ab 17 Jahre erhalten. Die erinnert an Filme wie Kill Bill Vol. 1 und dank der innovativen Wii-Steuerung macht es wirklich Spaß, sich mit den zahlreichen Gegnern und den 10 Endgegnern zu messen.

Travis Touchdown, ein abgewrackter (Fan von japanischen Zeichentrickfilmen) aus der fiktiven amerikanischen Stadt Santa Destroy, erhält ein Beam Katana (ein Laser-Schwert, wie man es aus den Star Wars-Filmen kennt) und damit die Chance, ein Killer von Rang und Namen zu werden. Mit jedem Killer, den er tötet, steigt er in der Rangliste der Killer von Santa Destroy und kommt so seinem Ziel näher: Sex mit der schönen Silvia, die ihn im Auftrag der United Assassin’s Association (abgekürzt UAA) bei seinen Morden begleitet.

Travis benutzt sein Beam Katana ganz klassisch mit dem A-Knopf. Hat er einen Gegner fast erledigt, wird es Zeit für den Gnadenstoß: Ein Pfeil erscheint auf dem Bildschirm und der Spieler muss die Fernbedienung in die entsprechende Richtung bewegen und empfindet so den Angriff von Travis nach. Auch Würfe werden mit der Fernbedienung ausgeführt: ist ein Gegner groggy, kann man ihn mit B packen und durch gleichzeitige Bewegungen von Fernbedienung und dem Nunchuk stilvol in den Boden stampfen.

Die Kämpfe finden an verschiedenen Orten in Santa Destroy statt. Ähnlich wie in GTA kann man sich frei in der Stadt bewegen und verschiedene Aufträge übernehmen, um Geld zu verdienen. Das Spiel ist wie eine Mischung aus GTA und Killer7, einem früheren Spiel von Regisseur (lies SUDA Gōichi). Diese beiden Spiele konnten mich zwar nie reizen, aber mir liegen die Schwertkämpfe von NMH auch sehr viel mehr als das Geballere in Killer7.

Zunächst muss Travis Gelegenheitsjobs übernehmen, wie Müll einsammeln, Graffitis entfernen und Autos mit Benzin tanken. Auch hier kommt die Bewegungssteuerung der Wii zum Einsatz. Durch ein Hochschnippen der Fernbedienung wird ein anvisiertes Müllteil in den Müllkorb auf Travis Rücken befördert. Durch Schütteln von Fernbedienung und Nunchuk werden Graffitis abgeschrubbt.

Hat er diese Jobs erfolgreich bestanden, werden Travis Aufträge als Auftragskiller angeboten. Mit dem Geld, das er so verdient, bezahlt er die Zulassung zu Ranking Matches mit den 10 besten Killern in der Stadt. Diese sind spielerisch sehr abwechslungsreich und alle ziemlich schräg. Ich will ja nichts vorwegnehmen, aber die Endgegnerkämpfe sind, wie man erwarten kann, das Highlight des Spiels.

Das Spiel hat komplett englische Sprachausgabe mit japanischen Untertiteln. Die Dialoge sind sehr cool geschrieben und strotzen nur so vor abgedrehtem Humor. Dieser Humor zeigt sich auch in der Art des Speicherns: gespeichert wird auf der Toilette. In Japan und den USA bereits erschienen, kommt das Spiel am 29.2.2008 auch nach Europa. Wahrscheinlich ohne Blut, aber ich finde es so fast besser. Hier noch der Vorspann des Spiels und im Anschluss eine Gameplay-Vorstellung:


Link: Offizielle Homepage des Spiels (japanisch).

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