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Super Smash Bros. Brawl – Der Subraum Emissär

Eigentlich mag ich die Smash Bros.-Serie gar nicht besonders. Ich mag z. B. die Analogsteuerung nicht. Ich würde lieber digital zweimal nach rechts tappen, um zu rennen. Mit dem Analogstick passiert es mir immer wieder, dass ich das falsche Tempo auswähle. Was auch daran liegt, dass man nicht fließend von Laufen in Rennen übergehen kann, wie etwa in 64. Außerdem mag ich es nicht, wenn die Kamera so weit nach draußen zoomt. Klar, das mag der Übersichtlichkeit förderlich sein, aber die Figuren werden dann so winzig und kommen nicht mehr recht zur Geltung. Alles in allem bevorzuge ich „normale“ e wie Street Fighter und Soul Calibur.

Warum habe ich mir also den dritten Teil der Serie doch wieder gekauft? Weil , der Autor von vielen Final Fantasy-Spielen, das Szenario zum Abenteuermodus des Spiels Akū no shisha (Der Subraum Emissär) geschrieben hat. Aufmerksame Leser dieses Blogs wissen, dass ich ein großer Fan von NOJIMA bin. Und ein Nintendo-All-Star-Spiel mit einer -mäßigen Story klingt verlockend. Leider hält das Ergebnis nicht ganz, was das Konzept verspricht.

Das große Problem: Es gibt in diesem Spiel keinen gesprochenen Text. Die Figuren sind quasi alle stumme Helden, selbst die Schurken, die schließlich auch spielbar sind. Der stumme Held ist ja nun deshalb stumm, damit man sich besser in ihn hineinversetzen kann. Für die Dialoge sind dann die anderen Figuren außer dem Helden zuständig. Aber da im Subraum Emissär alle stumm sind, sind die Möglichkeiten, eine packende Geschichte zu erzählen, etwas eingeschränkt. Statt mit Worten drücken sich die Figuren allein durch ihre Mimik und Gestik aus.

Daher beschränkt sich die Geschichte mehr auf . Die Subraum-Armee, angeführt vom Uralten Minister, detoniert überall auf der Welt Subraum-Bomben, die ganze Landstriche ins Nichts zerren. Und überall stellen sich die Helden des Nintendo-Universums ihnen entgegen. Es wird also an allen Fronten gekämpft, auch mit den klassischen Nintendo-Schurken, die mit der Subraum-Armee unter einer Decke stecken. Mit Strahlenkanonen trachten sie danach, die Helden in Statuen zu verwandeln.

Es stellt sich die Frage, ob nicht jeder andere auch einen ähnlichen Plot hätte schreiben können. NOJIMAs Talent für Dialoge bleibt völlig ungenutzt. Jedoch gibt es Szenen, die durchaus gelungen sind, vor allem humorige. Wenn Diddy Kong Fox McCloud erfolglos versucht zu überzeugen, in die andere Richtung zu gehen und ihn dann kurzerhand hinter sich herzieht, ist das durchaus witzig. Oder wenn König Dedede Wario die erbeuteten Helden-Statuen klaut. Auch die Action kann sich sehen lassen: der Kampf mit Ridley, in dem Samus von ihrem Gegner an der Wand entlang geschleift wird, ist spektakulär. Und der letze Boss könnte wahrlich aus einem FF-Spiel stammen.

Zu den besten Szenen gehören diese, in denen die Helden verzweifelt versuchen, die R.O.B.s der Subraum-Armee davon abzuhalten, die Subraum-Bomben zu zünden. Das gipfelt in einem Sinneswandel des Uralten Ministers, der nicht mehr zusehen kann, wie seine Roboter sich für ihn opfern.

Alles in allem ist Der Subraum Emissär kein völliger Fehlschlag, was größtenteils daran liegt, dass es spielerisch gut umgesetzt ist. Mehr ein actionlastiger als ein Kampfspiel (mit Ausnahme der Endgegner-Kämpfe) macht es ordentlich Spaß. Nach etwa 10 Stunden ist dieser aber vorbei. Was bleibt, ist ein tolles Multiplayerspiel.

Link: Offizielle Homepage des Spiels.

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