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Chindōchū!! Pole no daibōken

-Spiele sind schwer im Kommen, besonders auf Handhelds und den Download-Diensten der aktuellen Konsolen. Für letztere erschien im September 2008 Mega Man 9, das sich auf die Ursprünge der Serie zurückbesinnt, komplett mit -typischem 8-bit-Stil und hohem Schwierigkeitsgrad. Für DS gibt es mit Game Center CX: Arino no chōsenjō (im Westen Retro Game Challenge) bereits zwei Sammlungen von neuen Spielen im 8- und 16-bit-Stil. Game Center CX ist eine japanische TV-Sendung, in der die Moderatoren alte Spiele vorstellen und spielen. Diese ist so populär, dass dazu die oben genannten DS-Titel entwickeln ließ. Häufig parodieren diese Retro-Spiele bereits existierende Titel, so auch s Chindōchū!! Pole no daibōken (Auf Erlebnisreise!! Poles großes Abenteuer), das die Pioniere des -Genres Super Mario Bros. und Pitfall veräppelt, aber auch Segas eigenes Shinobi.

Cowboy Pole (gesprochen wie der englische Stab) muss wie viele 8-bit-Helden vor ihm seine entführte Freundin Sharon befreien. Mit dem 1-Knopf schießt er seine Pistolen ab und mit dem 2-Knopf springt er. Die Mario-typischen Ziegelblöcke zertrümmert er jedoch nicht durch Dagegenspringen, sondern mit den Pistolenschüssen, ebenso entlockt er damit Fragezeichen-Blöcken Items. Das Spielgeschehen ist in klassisch-niedlicher Sprite-Ästhetik dargestellt, die Zwischensequenzen in pixlig-realistischem Porträtstil, ein durchaus beabsichtigter stilistischer Bruch, der nur eines von vielen 80-er Jahre Spiele-Klischees ist, die parodiert werden.

Der Clou sind die Kommentare Poles, die als bunt und fett geschriebener Text auf dem Bildschirm erscheinen und auch mit Sprachausgabe wiedergegeben werden. Schon Poles Dialekt wirkt witzig, er spricht den von japanischen Komödianten gerne verwendeten Kansai-ben. Neben dem Durchspielen ist das eigentliche Ziel des Spiels, alle 100 Situationen, die von Pole mit einem ironischen Kommentar bedacht werden, zu finden.

Es gibt vier Sorten von Items, die aus farblich unterschiedenen Fragezeichenblöcken gewonnen werden: 1-Ups/Extraleben, Pistolenupgrades, Unbesiegbarkeitstränke und Pilze. Wie zu erwarten lassen letztere Pole wachsen, doch ist der Effekt im Detail immer unterschiedlich und selten wirklich nützlich. Der Fortschritt wird automatisch gespeichert und man kann in jeder beliebigen Welt beginnen, bis zu der man bereits gespielt hat. In der Galerie kann man die gefundenen Gags einsehen und nachprüfen, an welchen Stellen noch zu entdeckende Gags sich ungefähr befinden.

Damit der Spieler schnell in den Genuss aller Gags kommt, ist der Schwierigkeitsgrad von Pole no daibōken absichtlich niedrig gehalten, man kann es ohne Probleme in 1-2 Stunden durchspielen. Wie in vielen 8-bit-Spielen üblich, gibt es aber einen zweiten, schwereren Durchgang mit mehr und gefährlicheren Gegnern. Produziert wurde es von MIYOSHI Takao, der z. B. an Phantasy Star Universe gearbeitet hat. Poles Kommentare sind geschrieben von den TV-Comedy-Autoren ENDŌ Takashi, TAKAHASHI Rinrei und dem Anime-Autor SUGIHARA Ryōichi.

Chindōchū!! Pole no daibōken ist am 03.02.2009 für im japanischen Shopping-Kanal erschienen. Es kostet 500 Nintendo-Punkte, was im europäischen Shopping-Kanal 5€ entspräche und ein fairer Preis für dieses kurze, aber unterhaltsame Spiel ist. Eine Veröffentlichung außerhalb Japans ist noch nicht angekündigt, aber durchaus möglich.

Link: Offizielle Homepage des Spiels (japanisch). Alternative Titel: Paul, Great Adventure, Daibouken, Daibôken.

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