Zur deutschen Seite.
(Deutsche und englische Artikel,
deutsche Oberfläche.)

Read the German page.
(German and English articles,
with German interface.)

Read the English page.
(Only English articles,
with English interface.)

Zur englischen Seite.
(Nur englische Artikel,
englische Oberfläche.)

NC2010 Impressionen: Crows Zero II

Ich hatte schon lange keinen Film von MIIKE Takashi mehr gesehen, seine zahlreichen Manga-Adaptionen1 Natürlich basieren nicht alle seine Filme auf Comics, aber sehr viele von ihnen. aber immer geschätzt, auch wenn ich nur selten die Vorlage oder auch nur den Autor der jeweiligen Vorlage vorher kannte. Crows von TAKAHASHI Hiroshi über jugendliche Schläger (sogenannte Furyō), die (nicht nur) auf dem Schulhof Krieg spielen, macht da (trotz seines Status als eine der Genrereferenzen dieser Sorte von Manga) keine Ausnahme. Anders als Ichi the Killer oder Fudō ist Crows eine Vorlage für ein eher junges Publikum und erscheint in einer der großen Shōnen-Manga-Zeitschriften, der Shōnen Champion, was für westliche Zuschauer vielleicht nur schwer zu glauben sein mag. Auch wenn Shōnen-Manga eine altertechnisch weit gefächerte Leserschaft haben, die Kernzielgruppe liegt bei Crows zwischen 12 und 15 Jahren.

Auch der zweite Teil der Kino-Adaption dieser Comic-Serie ist wie von MIIKE gewohnt gekonnt umgesetzt. Mein Lieblingsfilm zum Thema Furyō, Blue Spring, von TOYODA Toshiaki, stellt die Gewalt dieser Jugendlichen eher realistisch dar, also sinnlos und letzten Endes abstoßend. Entgegen dieser kritischen Auseinandersetzung ist Crows Zero II ein cooler Action-Film, der die Gewalt geradezu zelebriert, aber nicht verherrlicht, dafür aber die Werte, die diese Manga vermitteln. Crows ist im wahrsten Sinne Dragon Ball auf dem Schulhof, weswegen man Yūyū Hakusho von TOGASHI Yoshihiro, meinen Lieblings-Furyō-Manga (wenn man ihn denn so nennen will), schon als Brücke zwischen echten Furyō-Manga wie Crows und Battle-Manga á la Dragon Ball ansehen kann.

Es mag widersprüchlich erscheinen, dass ich einerseits den kritischen Blue Spring (gerade wegen der Kritik) so schätze, aber anderseits so viel Spaß beim Sehen von Crows Zero II hatte. Das moderne Kriegsszenario mitten im „pazifistischen“ Japan, die exzessive Gewalt, und noch dazu alles als Unterhaltungsfilm, das ist genau das, was TOYODA z. B. auch in Pornostar kritisiert. Aber letzten Endes zählt nicht nur, was man sagt, sondern auch, wie man es sagt, und MIIKE steht TOYODA in Punkto Regievirtuosität in nichts nach. Die vermittelten Werte wie Ehre, Loyalität und Achtung vor dem Leben (!) verleihen dem Film Charme, auch wenn man zugeben muss, dass TOYODAs Film der Realität doch sehr viel näher kommen dürfte. Allerdings nimmt Crows Zero II sich auch nicht zu ernst und ist in seiner Überzeichnung und in seinem Humor zumindest für erwachsene Zuschauer ein unbedenklicher Action-Spaß. Mir zumindest hat er sehr gut gefallen.

  1. Natürlich basieren nicht alle seine Filme auf Comics, aber sehr viele von ihnen. []
Stichworte: , , , , , , ,
Autor:

Einen Kommentar abgeben