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NC2010 Impressionen: L vs. Light Rematch

Die beiden Hauptdarsteller der „Death Note“-Verfilmung, MATSUYAMA Ken’ichi (L) und FUJIWARA Tatsuya (Light) hatten beide jeweils einen neuen Film mit sich in der Hauptrolle bei der diesjährigen Nippon Connection am Start. Letztes Jahr hatte MATSUYAMA leichtes Spiel mit der Comicverfilmung Detroit Metal City, da diese einfach zu gut war und FUJIWARA ihm auch ohne Kontra das Feld überließ. Dieses Jahr sieht die Sache schon anders aus: MATSUYAMA spielt einen etwas „anderen“ jungen Mann in Bare Essence of Life („japanischer“ Titel: Ultra Miracle Love Story) und FUJIWARA einen vom Schicksal geplagten Loser-Typen in Kaiji – Jinsei gyakuten game.

Um es kurz zu machen: MATSUYAMAs neuem Film fehlt es an einer zielführenden narrativen Linie und er wird von FUJIWARAs neuem Film gnadenlos im Staub zurückgelassen. Dieser knüpft nicht nur durch den Hauptdarsteller an Death Note an, er ist ebenfalls eine Comicverfilmung und bedient sich ähnlicher Shōnen-Manga-Erzähltechniken wie die „Death Note“-Filme, inklusive der allseits beliebten unvorhersehbaren Wendungen. Tatsächlich ist er noch shōnen-artiger als DN, obwohl der Titel der Zeitschrift, in der die Vorlage erschienen ist (Young Magazine), eher einen Comic für junge Erwachsene vermuten lässt. Ist aber nicht schlimm, DN war auch sehr düster für einen Shōnen-Manga, da kann auch ein Seinen-Manga im Vergleich kindischer rüberkommen.

FUJIWARAs Figur Kaiji, dessen Name ich mal frech als Variation der bekannten Kaijū (wundersame Monster), zu denen z. B. Godzilla gehören, aber auch die Gegner aus japanischen Superheldengeschichten wie Ultraman oder diversen Sentai/Ranger-Serien, bei dem das Monster (jū) durch Kind (ji) ersetzt wurde. Quasi die niedliche Pokémon-Version des zerstörerischen Monster-Godzilla-Lights. Ein Loser, der den Spieß in einem wahnwitzigen Spiel umdreht (jinsei gyakuten game).

Das übertriebene Shōnen-Manga-Pathos ist herrlich bescheuert und die Satire trotz der naiven Metaphern durchaus treffsicher. Also klarer Sieg für FUJIWARA. MATSUYAMA muss aber nicht traurig sein, da er in Kaiji auch in einer Nebenrolle auftritt (was ich allerdings erst im Abspann bemerkt hatte, lol).

Eigentlich wollte ich diesen Artikel brandaktuell vom Festival aus mit dem Blackberry veröffentlichen, hatte mir auch schon vor dem Ende des Films überlegt, wie der Artikel hätte aussehen sollen, aber dann hatte ich weder in der ersten Pause noch der zweiten die Zeit dazu gefunden und es schließlich auf später verschoben. Über einen Tag später, also reichlich spät für einen brandaktuellen Artikel, aber zumindest ist der Inhalt weitestgehend mit dem gestern geplanten Artikel identisch.

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