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[Glossar] Yakuza

Yakuza bezeichnet in Japan Mitglieder der Halbwelt, die sich statt mit ehrlicher Arbeit ihren Lebensunterhalt als Spieler, Straßenhändler, Zuhälter oder mit organisiertem Verbrechen verdienen. Yakuza sind allerdings nicht gleichbedeutend mit dem organisierten Verbrechen, das aus sogenannten bōryoku-dan (Gewaltgruppen) besteht, denen ein Yakuza angehören kann, aber nicht muss.

Der klassische Yakuza-Typ ist der (Glücks-)Spieler, daher auch die Bezeichnung Yakuza, die 8 9 3 bedeutet und ein unnützes Blatt in einem japanischen Kartenspiel darstellt. In organisierter Form betreiben solche Spieler-Yakuza Glücksspielhäuser, wie z. B. das in KITANO Takeshis Zatōichi-Verfilmung. Heuzutage tauschen Yakuza mancherorts die Kugeln, die man beim Pachinko „gewinnen“ kann, gegen Geld ein, und machen das Spiel so wieder zum eigentlich verbotenen Glücksspiel.

Der Straßenhändler oder Hausierer, der billigen Krempel oder im kriminellen Fall auch Hehlerware verkauft, ist ebenfalls ein Yakuza, der bekannteste davon Tora-san, Held der „Otoko ha tsurai (Männer habens schwer)“-Filmserie. Tora-san ist ein bekanntes Beispiel für einen Yakuza-Helden, der nicht kriminell ist.

Yakuza, die als Einzelgänger oder in Gruppen auftreten, haben eine lange Tradition mit eigenen Ritualen, Hierarchien und Wertevorstellungen. Zu den typischen Yakuza-Klischees und äußeren Erkennungszeichen gehören den Körper überdeckende Tätowierungen, häufig mit Drachenmotiven, oder der abgetrennte Finger, mit dem ein Versagen gegenüber dem Boss entschuldigt und so die eigene Loyalität bewiesen wurde.

Yakuza ist aber auch ein abwertender Ausdruck für einen Trunkenbold oder sonstigen sozialen Außenseiter, gerade Tätowierungen wurden und werden teilweise immer noch geächtet, z. B. durch Verbote in öffentlichen Bädern aller Art.

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