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Artikel mit dem Stichwort ‘2.5D’

Kaze no Klonoa: door to phantomile

Samstag, 31. Januar, 2009

Das Original- für die aus dem Jahr 1997 war eines meiner Lieblingsspiele auf der Konsole und einer meiner Lieblings überhaupt. Leider gab es nach einigen Fortsetzungen für verschiedene Systeme seit 2002 keinen neuen Teil mehr. Am 04.12.2008 ist aber zumindest ein von entwickeltes für in Japan erschienen.

Spielerisch ist es weitgehend identisch mit dem Original: Sowohl die geniale Steuerung wie auch die perfekt gestalteten Level sind 1:1 erhalten, auch einige neue Levelabschnitte gibt es. Und da man jetzt fünf statt drei Herzen zur Verfügung hat, ist das Remake auch noch etwas leichter geworden. Verbessert wurde außerdem die Präsentation. Sah schon das Original wunderschön aus, wurden im Remake die Sprites durch Polygonmodelle ersetzt, wodurch die Figuren in Großaufnahmen nicht mehr verpixelt aussehen (der einzige Schönheitsfehler der Playstation-Version) und in Zwischensequenzen vielfältigere Perspektiven möglich sind. Diese sehen jetzt fast genauso gut aus wie der Vorspann und die Endsequenz, die nun statt als vorgerenderter Film ebenfalls in Echtzeitgrafik dargestellt werden, wodurch das ganze Spiel wie aus einem Guss wirkt.

Auch wurde der Wii-Version zusätzlich zu der Fantasiesprache des Originals eine echte japanische Sprachausgabe spendiert. Selbige ist voreingestellt, man kann aber, wenn man die traditionelle „Sprachausgabe“ vorzieht, auch auf diese umstellen. Je nach persönlicher Vorliebe kann man das Spiel nur mit der Fernbedienung, in Kombination mit dem Nunchuk, mit dem Classic-Controller oder einem -Controller spielen.

Das Spiel benutzt bloß zwei Knöpfe: B bzw. 1 ist der Angriffsknopf, A bzw. 2 der Sprungknopf. Einmaliges Drücken des Angriffsknopf lässt Klonoa nach einem Gegner greifen. Hat man einen erwischt, kann man ihn durch nochmaliges Drücken auf andere Gegner werfen. Das Spiel ist grundsätzlich in , also kann man mit dem Steuerkreuz oder Controlstick prinzipiell nur nach rechts oder links laufen. Es gibt aber zusätzlich eine räumliche Komponente, die es erlaubt, nicht nur nach rechts und links, sondern auch in den Vor- und Hintergrund zu greifen/werfen, weswegen man Klonoa zu den Pionieren der -Plattformer zählt.

Klonoa kann mit dem Sprungknopf nicht nur springen, sondern auch in der Luft für einen Moment schweben. Hält er einen Gegner, kann er ihn mit dem Sprungknopf in der Luft nach unten werfen und sich selbst erneut in die Höhe katapultieren. Das erlaubt interessante Manöver, bei denen man in der Luft immer wieder neue Gegner greift und sie nach unten schleudert, um selbst nicht zu Boden zu stürzen.

Das Spiel ist unterteilt in 6 Visionen (in eher gebräuchlichem Spielejargon: Welten) und die wiederum in jeweils zwei Level. Am Ende einer jeden Vision/Welt gibt es einen Endgegner. Zwar ist es nicht sehr umfangreich und zu Beginn zunächst noch sehr leicht, aber das exzellente Level-Design und der zunehmende Schwierigkeitsgrad gegen Ende motivieren ungemein. Rätseleinlagen mischen sich mit Geschicklichkeitstests, bei denen das Timing 100%-ig stimmen muss.

Wie im Original gibt es in jedem Level sechs Gefangene zu befreien. Findet man alle, öffnet sich nach dem Durchspielen der Weg zu einer Extra-Vision, die besonders schwierig ist und in der die zum Durchspielen benötigte Zeit gemessen wird. Schafft man auch diese Vision, am besten mit allen sammelbaren 150 Traumsplittern, darf man sich mit dem Music-Player die 44 Stücke des Spiels jederzeit anhören. Diese sind größtenteils Arrangements der Stücke der Playstation-Version und haben sich nicht spürbar verändert, plus ein paar wenige neue Stücke für die Bonusinhalte. Schon im Original wurden sie nicht vom Soundchip generiert sondern als im Studio vorab aufgenommene Streams von der Disc eingespielt. Jedes der Stücke ist fantastisch komponiert, sehr atmosphärisch und im Gegensatz zu den meisten Videospiele-Soundtracks wiederholen sich die Stücke nicht bereits nach ein oder eineinhalb Minuten.

Im Remake gibt es weitere freispielbare Inhalte: Nur fürs Durchspielen erhält man bereits einen Modellviewer für die Figuren, einen Demoviewer für die Zwischensequenzen, eine Kostüm-Option mit drei zusätzlichen Outfits für Klonoa, einen Time Attack-Modus für die Endgegner und einen Reverse-Modus. In diesem Modus sind alle Level spiegelverkehrt, wodurch sie sich spielerisch zwar nicht verändern, aber wenn man die Level sowieso noch einmal spielt, z. B. um alle 150 Traumsplitter in jedem Level zu sammeln, kann man das in leicht variierter Umgebung tun. Außerdem gibt es in den umgekehrten Leveln an jeweils einer Stelle einen weißen Strudel. Dieser führt zu weiteren Extra-Visionen, die zwar sehr kurz sind, aber brutal schwierig. Tatsächlich gewinnen sie der Mechanik noch neue Aspekte ab und sind daher spielenswert, aber für den Durchschnittspieler sind sie praktisch nicht mehr schaffbar.

Das Spiel soll im Laufe des Jahres auch im Westen erscheinen, wer nicht solange warten will oder keine Wii hat, kann auch zur älteren Playstation-Fassung greifen. Beide sind sehr zu empfehlen für alle Liebhaber von 2D- oder 2.5D-Plattformern.

Link: Offizielle Homepage des Spiels (japanisch).

Klonoa-Serie

Samstag, 8. März, 2008

Klonoa ist eine Art Katze mit langen Ohren und der Held einer Plattformer-Serie von Namco für verschiedene Hardware-Plattformen. Mit einem Ring kann er Gegner greifen und sie danach wieder wegwerfen, z. B. auf andere Gegner oder auf Hindernisse wie Kisten. Das Besondere dieser Greif- und Wurf-Technik ist der Doppelsprung: Springt Klonoa mit einem Gegner am Ring in die Luft und drückt erneut den Sprungknopf, wirft er den Gegner nach unten weg und katapultiert sich selbst so erneut nach oben. Diese Fähigkeit ist auch bitter nötig, manchmal muss Klonoa nach einem Doppelsprung erneut einen Gegner in der Luft greifen und wiederholt springen.

Neben solcher Geschicklichkeitstests gibt es auch noch jede Menge Action in Form von Endgegnerkämpfen und Rätsel zu lösen. So gibt es in den späteren Teilen z. B. einen Gegner, der, nachdem man ihn auf einen anderen Gegner geworfen hat, wieder zu Klonoa zurückkehrt. Außerdem ändert er jedesmal, wenn er einen Gegner trifft, die Farbe. Gleichfarbige hinderliche Kristalle lassen sich mit diesem Gegner aus dem Weg schaffen. Aber die richtige Farbe zu erzeugen, ist knifflig, da nicht alle Gegner leicht zu erreichen sind.

door to phantomile: Veröffentlicht für die Playstation 1997. (2008: Remake für Wii. Ausführliche Beschreibung hier.) Mischt polygonale 3-dimensionale Hintergründe mit 2-dimensionalen Sprites. Klonoa bewegt sich auf vorgegebenen Pfaden, weswegen es sich eher wie ein 2D-Spiel steuert. Man nennt diese Art von Spiel auch 2.5D. Grafisch eines der schönsten Spiele auf der Playstation.

Moonlight Museum: Veröffentlicht für den Wonderswan 1999. In monochromer 2D-Grafik. Kann nicht viel zu diesem Spiel sagen, da ich es nicht gespielt habe.

Empire of Dreams: Veröffentlicht für den Gameboy Advance 2000. 2D und rätsellastiger als die Playstation-Ausgabe. Das geschickte Platzieren von Kisten spielt eine große Rolle.

Lunatea’s Veil: Veröffentlicht für die Playstation2 2001. Rückkehr zu 2.5D, wie im Playstation-Original. Die Sprites wurden durch cel-geshadete Polygon-Figuren ersetzt. Umfangreicher als der Vorgänger.

Dream Champ Tournament: Veröffentlicht für den Gameboy Advance 2002. Wie das erste GBA-Spiel 2D und eher rätsellastig. Das schwerste Klonoa-Spiel von allen.

Klonoa Beach Volleyball: Veröffentlicht für die Playstation 2002. Habe ich nicht gespielt.

Legend of the Star Medal: Veröffentlicht für den Gameboy Advance 2002. Kein Plattformer, sondern ein Action-RPG. Habe ich nicht gespielt.


Door to Phantomile