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Artikel mit dem Stichwort ‘SATOMI Tadashi’

The Girl Who Leapt Through Time (Toki o kakeru shōjo) Part 6: Return, Reset and Finding That Person Again

Freitag, 25. Oktober, 2013

Spoiler warning! This article contains spoilers for Chrono Cross, Persona 2 Innocent Sin, Final Fantasy X, its sequel X-2 and Lost Odyssey.

With his movie ŌBAYASHI made the connection between The Girl Who Leapt Through Time and The Wizard of Oz. This children’s book classic represents a number of similar youth novels in which a protagonist from the real world travels to an unreal fantasy world. TAKAHASHI mentioned Narnia in his text on Mother; there is also Alice in Wonderland which comes to mind, or The Never Ending Story. This last example is interesting as the fantastic world traveled to is actually the narrative of a book, which emphasizes the common theme in these novels: The reader is supposed to identify with the real life protagonist and his journey to the strange world is actually the reading of the story. When the story ends, the protagonist returns to the real world.

Now let’s compare this to The Girl Who Leapt Through Time. Here instead of one (or few) real person(s) traveling from reality into the fantastic, one person from a fantastic future comes into reality. He does return but to make the fantastic disappear his influence has to be undone, so in place of a return for Kazuko there is a reset. Kazuko never leaves reality, cannot return in a spatial sense, instead she returns to an earlier point in reality, before the fantastic occurred.

Fushigi Yūgi

The cover of volume 14 of Fushigi Yūgi by WATASE Yū. It shows heroine Miaka and her lover Taka/Tamahome in the background.

The movie version of Oz has the same actors who play the characters in the world of Oz also play the people from Dorothy’s reality in Kansas. This indicates that fiction is based on reality, that the made up characters are reflections of people that live in reality. In Fushigi Yūgi, a manga for girls from the 1990ies, after going on an adventure by being sucked into a book that tells of a fantastic ancient China the story doesn’t end with the return to the real life setting. Instead there are several volumes dealing with a guy resembling the love interest from the fantastic part transferring to the school of the female protagonist and them falling in love again.

It is a more pronounced version of Kazuko meeting Kazuo again, minus the reset. Fushigi Yūgi’s Miaka doesn’t forget her Tamahome, instead she returns from the fantasy and meets his reincarnation Taka. I have talked about how The Girl Who Leapt Through Time influenced Final Fantasy in part 3 and how another video game, Mother, fits in with the same themes present in The Girl Who Leapt Through Time in part 4. There are more video games that share themes from it and I will give two examples that use the “reset and finding a person from the fantastic adventure again in reality” motif. Both came out for the Playstation and after Final Fantasy VII.

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Alt gegen Neu x Old vs. New

Samstag, 6. November, 2010

Professor Layton vs. Ace Attorney Phoenix Wright und Persona 2 Innocent Sin.

Zwei Spiele, ein neues und ein altes, und ein gemeinsames Thema. Das erste Aufeinandertreffen von Professor Layton und Phoenix Wright1 Fußnotenauszug: Beides sind Helden aus Adventureserien für die portablen Konsolen von Nintendo. Professor Layton ist einer der erfolgreichsten neuen Franchises auf Nintendo DS, während Ace Attorney Phoenix Wright schon auf dem Game Boy Advance frischen Wind ins japanische Adventure-Genre brachte. Die Umsetzungen und Fortsetzungen für DS erschienen dann schließlich auch außerhalb Japans, die Lokalisierungen d... spielt in einer Stadt, in der Fiktion wahr wird.

Schon Persona 2 Innocent Sin für die Playstation aus dem Jahr 1999 spielte in einer Stadt, in der Gerüchte wahr werden. Leider ist es nie außerhalb von Japan erschienen, aber dank des neuen Remakes für PSP und der umfassenden Veröffentlichungspolitik von Atlus, die mittlerweile fast alle ihre Spiele weltweit vermarkten, könnte sich das bald ändern.

Eine Welt, die regiert wird von irrealen Ideen, seien sie als Geschichte oder als Gerücht formuliert, das kommt der Realität näher als uns vielleicht lieb ist. Tatsächlich leben wir nicht in der Wirklichkeit, sondern in einer Konstruktion derselben, in unserer Vorstellung von der Wirklichkeit. Wer versteht schon wirklich, was um ihn herum passiert, wer vertraut nicht den Medien, seinen Freunden oder auch klugen Büchern, um sich die Realität erklären zu lassen? Das ist in gewissem Maße notwendig, aber auch sehr gefährlich, denn Vorurteile und Irrglaube reichen meist weiter als die eigene Vernunft.

Diese beiden Spiele bereiten das Thema in einer Form auf, die das eigene Bild der Wirklichkeit hinterfragt. Tatsächlich gibt es viele Spiele, die das tun, aber nur wenige so deutlich wie diese beiden. Daher seien sie jedem wärmstens ans Herz gelegt.

Weiterführende Literatur: ŌTSUKA Eiji „Otaku“ no seishin-shi, 1980-nendai-ron. Kōdansha shinsho, 2004.

  1. Beides sind Helden aus Adventureserien für die portablen Konsolen von Nintendo. Professor Layton ist einer der erfolgreichsten neuen Franchises auf Nintendo DS, während Ace Attorney Phoenix Wright schon auf dem Game Boy Advance frischen Wind ins japanische Adventure-Genre brachte. Die Umsetzungen und Fortsetzungen für DS erschienen dann schließlich auch außerhalb Japans, die Lokalisierungen der „Professor Layton“-Spiele hingegen ließen weniger lange auf sich warten und sind außerhalb ihres Heimatlandes sogar noch erfolgreicher, besonders in Europa. []

Brave Story

Sonntag, 11. Juli, 2010
Erstausgabe

Hardcoverausgabe von 2002, 1. von 2 Bänden

MIYABE Miyuki ist eine in Japan sehr erfolgreiche Roman-Autorin, die dank einiger Übersetzungen ihrer Werke ins Englische1 Übersetzt wurden u. a.  Kasha (All She Was Worth), Kurosufaia (Crossfire), R.P.G. (Shadow Family), Bureibu sutoorii (Brave Story), Majutsu ha sasayaku (The Devil’s Whisper), Eiyū no sho (Book of Heroes). auch bei uns einen gewissen Bekanntheitsgrad genießt. Außerdem hat sie mit Perfect Blue die Vorlage zu einem Anime von KON Satoshi geschrieben, der auch bei uns erfolgreich auf Festivals (darunter die erste Nippon Connection im Jahr 2000) lief. Dieses Werk stammt aus dem Krimi-Genre, in dem sie hauptsächlich aktiv ist, doch aufgrund einer starken Affinität zu Videospielen schreibt sie auch Fantasy-Romane, 2002 eine Adaption von UEDA Fumitos PS2-Debüt Ico, drei Jahre zuvor bereits ihre eigene Version einer auf japanischen Rollenspielen basierenden Fantasy-Welt, Brave Story. Dieser Roman wird von November 1999 bis Februar 2001 in verschiedenen regionalen Zeitungen als Serie veröffentlicht, was in Japan die übliche Vorgehensweise bei Literatur im Allgemeinen ist, bevor sie gesammelt in Buchform erscheint. Eine erste Hardcoverausgabe erscheint 2002 in 2 Bänden mit 630 und 670 Seiten bei Kadokawa Shoten, 2007 auch eine englische Übersetzung bei Viz Publishing.

Comic-Adaption

Comic-Adation von 2003, 1. von 20 Bänden

Die Vermischung der Medien, ursprünglich von Videospiel-Motiven und dem Romanformat, setzt sich fort in einer Comicadaption, die ebenfalls von MIYABE geschrieben und von ONO Yōichirō zeichnerisch umgesetzt wird. Diese erschien ab 2003 und umfasste am Ende 20 Bände. Die Comic-Version unterscheidet sich vom Original zum Beispiel durch das höhere Alter des Protagonisten MITANI Wataru, der im Roman noch im Grundschulalter ist,2 Genau gesagt geht Wataru in der Romanvorlage in die 5. Klasse. Die japanische Grundschule umfasst 6 Jahre. im Comic aber bereits auf die Mittelschule geht. Später folgen eine Verfilmung und darauf folgend auch Videospiel-Umsetzungen für verschiedene Systeme, womit die Motive der Geschichte schließlich wieder in ihrem Ursprungsmedium ankommen.

Anime-Adaption

Zeichentrickverfilmung von 2006, DVD

Als 2006 der Stoff als Zeichentrickfilm fürs Kino adaptiert wird, wird auch die Buchausgabe zweifach neu aufgelegt, einerseits in einer Softcover-Ausgabe im Reklamformat in drei Bänden zu je etwa 500 Seiten, andererseits in einer sich an den Film anlehnenden Ausgabe für Kinder, als sogenannte Lightnovel, mit farbigen Comicillustrationen im Anime-Stil und mehr Lesungszeichen bei für junge Leser noch zu schweren Schriftzeichen. Normalerweise werden Lightnovels speziell für diese Zielgruppe bestehend aus Anime-Fans und eben jüngeren Lesern geschrieben und dienen oft genau wie Comics als Vorlagen für Zeichentrickfilme, aber Brave Story wird erst im Nachhinein in diesem Format veröffentlicht.

Ausgabe für junge Leser

Lightnovel-Ausgabe von 2006, 1. von 4 Bänden

Ursprünglich für Erwachsene geschrieben und auf einem für Lightnovels vergleichsweise hohem literarischem Niveau, ist der Text trotz allem sehr zugänglich und vom Vokabular weniger anspruchsvoll als MIYABEs Krimis, was sicherlich auf die Perspektive des jungen Protagonisten zurückzuführen ist. Brave Story spielt in einer kindlichen Welt, richtet sich aber eigentlich an Erwachsene, im Endeffekt bereitet sie die Art von Welt, die Kinder in Spielform erleben, in einem für Erwachsene leichter zugänglichen Medium neu auf. Da der Text aber auch für Kinder und erwachsene Spieler als Geschichte interessant ist, überbrückt er die unterschiedlichen Rezeptionsgewohnheiten der verschiedenen Zielgruppen und wird daher in so vielen Medien und Vertriebsformen für jeden zugänglich gemacht.

Vorsicht: Ab hier enthält dieser Artikel Spoiler zur Handlung des Romans!

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  1. Übersetzt wurden u. a.  Kasha (All She Was Worth), Kurosufaia (Crossfire), R.P.G. (Shadow Family), Bureibu sutoorii (Brave Story), Majutsu ha sasayaku (The Devil’s Whisper), Eiyū no sho (Book of Heroes). []
  2. Genau gesagt geht Wataru in der Romanvorlage in die 5. Klasse. Die japanische Grundschule umfasst 6 Jahre. []